WARUM. Sinnfrage und Triebfeder hinter allem.

Impulse | 18. Oktober 2023

Warum Goodbye auch immer eine Botschaft enthält. 

Wenn ein Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz verlässt, um sich „neuen Herausforderungen zu stellen“, wirft das schnell die Frage nach seiner Zufriedenheit auf. Der nächste Job wird’s schon regeln, denken wir schnell, wenn wir etwas vermissen. Aber was muss denn überhaupt erfüllt sein, um zufrieden zu sein? Was Du brauchst, um glücklich zu sein, versteckt sich vor allem in Deinem Mondzeichen. Es ist Dein Warum, dein Motor, deine Bedürfnisse. Auch im Job sollten wir unser Warum kennen und leben.

Abschied fällt schwer

Wenn ein Mitarbeiter das Büro verlässt, um sich „neuen Herausforderungen zu stellen“ gehört das zur natürlichen Fluktuation. Dennoch beschäftigt es mich. Warum? Weil kein anderer diese Arbeit erledigen kann? Nein. Machen wir uns nichts vor. Jede Arbeitskraft ist irgendwie ersetzbar. Auch wenn die Lücke erst mal groß ist. Warum dann? Weil ich die intensiven Gespräche mit der Person vermissen werde? Nein. Nicht eins gehabt! Warum also beschäftigt es mich so? Genau deshalb! Weil es kein „Warum“ gibt.

Wenn das WARUM fehlt

Was ich damit meine? Warum meint Emotion! Es gibt oft kaum eine emotionale Basis im beruflichen Miteinander. Es gibt keinen Grund jemanden zu vermissen. Gleichzeitig fehlt echte Zufriedenheit. Hinter glatten Fassaden versteckt sich eben am Ende viel Unerfülltsein.

Gesundheitsmanagement bringt noch lange kein Glück

Konkret ist es oft so, dass ein per se loyaler Kollege, der einen schweren Neustart an einem neuen Arbeitsplatz sucht, doch offensichtlich länger nicht mehr glücklich war. Wohlgemerkt: ohne dass es jemand gemerkt hätte. Sonst hätte man vielleicht was an den Bedingungen ändern können - das ist in meinen Augen der erste, weil leichtere Weg. Es zeigt, wie professionell und verschwiegen wir alle miteinander umgehen. Warum hat ein Mitarbeiter nie darüber geredet, was er vermisst? Stets freundlich, gab es doch kaum echten Austausch oder emotionale Bindung. Wir errichten in den Firmen tolle Gesundheitsbenefits, teure Kaffeeautomaten, Sitzecken, effiziente Austauschwege oder jährliche Teamevents. Alles richtig und wichtig. Mitarbeiterzufriedenheit ist erwünscht. Aber wahres Vertrauen, Verbundenheit, Zusammenhalt und Wohlbefinden der Mitarbeiter entstehen damit nicht. Das kann man nicht verordnen. Das kommt von jedem Einzelnen.

Vernünftige Wesen verhalten sich rein rational?

Emotion versteckt sich überall.

Wir versuchen im Alltag rational und vernünftig vorzugehen. Aber können wir das? Unsere Instinkte, unsere Emotionen, unser Unterbewusstsein melden sich nur allzu oft. Vielen wurde schon im Kleinkindalter beigebracht, dass unsere Softpower im Alltag nichts verloren hat. Emotion ist „zuviel“. Wünsche? Was für „Träumer“. Der nächste Job wird’s schon regeln, wenn wir etwas vermissen.

Finde zuerst Deinen innersten Motor!

Aber fragen wir uns eigentlich auch mal: Was muss überhaupt erfüllt sein, um zufrieden zu sein? Warum tue ich, was ich tue? Was ist mein innerster Motor? Dieses kleine „Warum“ fragt nach dem Sinn, der uns immer öfter fehlt. Das sollten wir thematisieren. Wohlbefinden. Und zwar nicht nur einmal jährlich.

Das Geschenk hinter dem Warum.

Kleine Kinder fragen noch ständig „Warum“.

Dieses kleine Wörtchen bringt uns so viel mehr als „nur“ Wissen. Es bringt uns, was wir brauchen. Zufriedenheit. Und sogar Erfolgserlebnisse. Warum wir alle mehr Warum brauchen?

•    Warum gibt unserem Handeln Sinn.
Wenn Du Dich nach Spaß sehnst oder nach Abenteuer, wird sich kein Routinevortrag der Welt richtig anfühlen.
•   Warum ist die Motivation, die uns antreibt.
Geld bekommst Du fast überall. Nur was ist deine Motivation dahinter? Egal, ob es Autonomie oder Harmonie ist,
Begeisterung oder Originalität, Beachtung oder Verantwortung, Vielseitigkeit oder Horizonterweiterung, Planbarkeit oder Verbundenheit, Genuss oder tiefe Verbindung sind. Eins davon oder alles? Achte auf Deinen inneren Kompass!
•    Warum ist auch, was wir unter Erfolg verstehen.
Der eine will Initiative übernehmen, der andere will Wertschätzung für seine tiefe Expertise.
•    Warum gibt uns Orientierung, denn Zufriedenheit weist uns den richtigen Weg.
Sind es tiefe Gespräche? Ist es Bewegung? Hol Dir mehr davon!

Warum sind emotionale Bedürfnisse, die als Basis erfüllt sein müssen, damit wir uns dauerhaft wohlfühlen. 

Warum bringt uns auch Energie und Emotion für unsere Handlungen. 

Warum meint Glücklichsein. 

Verstehst Du, was das heißt?

WARUM ist der KERN einer jeden Story!

Du kannst noch so hart arbeiten, noch so viel Geld bekommen, noch so erfolgreich sein. Das wahre Geschenk und die Basis von allem ist Zufriedenheit. Die Frage ist sogar: Gibt es „Erfolg“ überhaupt ohne Zufriedenheit? Tony Robbins soll einmal gesagt haben: „If you are successful and you are not fulfilled, that is the ultimate failure.“

Die Zufriedenheits-Frage an Dich.

Was brauchst Du?

Die meisten kommen seltsamerweise in Verlegenheit, wenn man nach dem Warum fragt: „Weil das jetzt gemacht werden MUSS!“ statt „Weil ich gute Geschäftsbeziehungen aufbauen MÖCHTE“. "Was" und "Wie" ist Standard in unseren Köpfen und Handlungen. Aber genau die wichtige Warum-Botschaft läuft oft nur unbewusst ab. Sie kommt nicht aus dem Kopf, sondern aus dem Herzen. Keine Bange. Es geht gar nicht um Gefühlsduselei. Es geht um Kraft und Motivation. Was brauchst Du, um zufrieden zu sein? Antworten, die in Dir selbst liegen. 

Kennst du dein Mondzeichen?

Das WARUM in der Sprache der vier Elemente.

Die meisten Menschen kennen ihr Mondzeichen nicht. Das ist auch kein Wunder, denn vom Mond ist weit seltener die Rede als vom Sternzeichen. Astrologie (und der Blick auf den Mond und das 4. Haus) hilft uns beim Ausdruck dessen. Das astrologische Mondzeichen stellt dar, warum wir tun, was wir tun und welche individuellen Bedürfnisse unsere Arbeit befriedigen sollte. Zeit, einen kurzen Blick auf die Mondelemente zu werfen.

Das Warum in der Sprache der vier Elemente
WASSER: Emotionen ausdrücken. Tiefe Verbindungen. Authentisch sein. Krebs. Skorpion. Fische. 
ERDE: Bleibendes kreieren. Sicherheit. Struktur. Zuverlässigkeit. Produktivität. Stier.  Jungfrau. Steinbock.
LUFT: Impulse und Gedanken teilen. Gehört- und Verstanden werden. Austausch. Zwilling. Waage. Wassermann.
FEUER: Begeisterung nachgehen. Dinge entzünden. Action. Anerkennung. Widder. Löwe. Schütze.

In der Verbindung liegt der Sinn.

Heile Welt kann auch zufrieden machen.

Um auf die Arbeitswelt zurückzukommen: Nur Charme und Diplomatie ist verlockend. Freundlichkeit im Umgang miteinander ist sogar enorm wichtig. Keine Frage! Nur was uns langfristig glücklich macht, sind die eigenen Bedürfnisse. Mit einem luftigen Waage-Mond beispielsweise zielen diese Bedürfnisse auf verstärkten Austausch. Gerade, wenn ich im Büro so viel Wert auf ein „harmonisches“ Miteinander lege, brauche ich eben auch mehr Kontakt, Zugehörigkeit und unbeschwerte Beziehungen. Zusammenarbeit im Team darf dann einen besonderen Stellenwert bekommen. Wird hingegen das Wir-Gefühl im Beruf kleingeschrieben, kann es in einer Gruppe unbekannter Kollegen schnell einsam werden. Das gemeinsame Wirken, aber auch Gehört- und Verstandenwerden sind eben vor allem am Arbeitsplatz wichtig. Da verbringen wir die meisten Zeit.

Von der „Gut geht’s“-Mentalität zum „Was mich persönlich berührt“.

So einfach kann es doch nicht sein? Etwas mehr Miteinander im Büro und schon ist die Zufriedenheit zurück? Wer weiß das schon. Fakt ist: Die Antwort ist individuell verschieden. Es ist ein guter Anfang hinzuschauen, was man braucht und in der Realität schwerer als gedacht. Wahrer Austausch entsteht im Miteinander, im Brainstormen, in Netzwerken. In Dialogen, Diskussionen, gemeinsamen Dokumenten. Spontan, lebendig und offen.

Umschalten vom Funktionieren ins Miteinander.

Das wäre hier ein ziemlich deprimierender Text, wenn nur auf andere verwiesen würde. Nein. Alles beginnt in uns. Jeder Einzelne kann Bedürfnisse ansprechen und umschalten ins Miteinander – weg vom Termindruck und reinen Funktionieren. Erkundige ich mich, wie es meinen Kollegen geht? Teile ich selbst, was mich bewegt? Die eine Erfolgsformel für alle gibt es nicht. Aber individuelle Bedürfnisse mitteilen à la „Ich wünsche mir mehr persönlichen Austausch im Team“ wäre doch ein Anfang. Raus aus der Deckung zu kommen und Wohlbefinden untereinander zu fördern – das ist vor allem Aufgabe jedes Einzelnen.

Fazit.

Kontraste statt nur Grauzone.

Wie „echt“ ist das, was Du von Dir zeigst? Charme und Freundlichkeit sollen Dich unterstreichen, nicht verstecken. Erfüllt und erfolgreich sind am Ende die, die authentisch strahlen - nicht perfekt. Jeder ziehende Mitarbeiter kann woanders glücklicher sein. Vielleicht mit mehr Verbindung. Vielleicht mit mehr Ecken und Kanten. Losgehen für sich selbst ist immer richtig. Genauso wie persönliche Weiterentwicklung. Aber Dinge hinterfragen auch!
Hast Du Dich mal gefragt, was Dein Mond braucht?

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